~ Surreale Bildgeschichten einer Stadt ~

Leipzig – Das Wunder der Wandlung

Kaum eine andere Stadt in Deutschland macht derzeit durch solch sanften wie kontinuierlichen Wandel von sich reden. Inzwischen zählt Leipzig zu den attraktivsten und somit beliebtesten Städten Deutschlands. Großartige Bauten verschiedener Jahrhunderte prägen die Stadt, in der kunstvoll gestaltete Brunnen plätschern und wo man über mehr als 400 Brücken große und kleine Wasserläufe queren kann. Shoppen in historischen Handelspassagen oder im Leipziger Hauptbahnhof, Europas größten Kopfbahnhof, in dem mit der neuen Mall das Leben stärker als je zuvor pulsiert – Leipzig ist hippe Start‐up‐Metropole und architektonisches Bilderbuch.

Zum dritten Mal in Folge machte sich die Kunstfotografin Angela Liebich auf den Weg durch ihre Heimatstadt, um mit ihrem ganz besonderen Blick den Zauber des Alten und Neuen einzufangen. Ihr Weg führte u. a. durch Straßen und Gassen, über Brücken und durch Hinterhöfe, in alte Industrieviertel, ins schöne Rosental und in den Leipziger Zoo.

Das Ergebnis sind kunst‐ und fantasievoll arrangierte Bildinterpretationen zauberhafter Details Leipziger historischer Stadtarchitektur, mit denen der neue Kalender der Reihe „Fantastisches Leipzig“ wohl in jedem Lust erweckt, bekannte und versteckte Orte noch einmal mit anderen Augen oder ganz und gar neu zu entdecken.

Leipzigs Hauptbahnhof

Kathedrale des Verkehrs

Der Leipziger Hauptbahnhof ist ein Ort mit Geschichte und Geschichten. Auf dem Dach legten Leipziger Kohl‐ und Kartoffelbeete gegen den Nachkriegshunger an. Tief unter der Osthalle liefen von 1950 bis 1992 im legendären DEFA‐Zeitkino Kurzfilme in Endlosschleife und DDR‐Spielfilmklassiker wie „Die Legende von Paul und Paula“.

Zeppelinhaus

Historische Hochburg des Pelzhandels

Hoch hinaus wollten die Leipziger Pelzhändler und schafften es auch zu Reichtum und Weltruf. Manches der traditionsreichen Leipziger Unternehmen feierte in architektonischen Details an ihren Geschäftshäusern den Siegeszug des Pelzhandels. Das Zeppelinhaus gibt mit einer Bronzeplastik über der Hofeinfahrt Rätsel auf …

Commerzbank am Thomaskirchhof

Vom Kaufhaus zum Bankgebäude

Früher stand auf dem Grundstück, das seit dem 13. Jahrhundert bebaut ist, das Gebäude des Thomasklosters. 1902/04 entstand das heutige Jugendstilhaus als ein Kaufhaus. Bauherr und Namensgeber des Neubaus, der unter der Bezeichnung Sachsens „Größtes Spezialhaus für Damen‐, Backfisch‐ und Kinderkleidung“ firmierte, war Franz Ebert.

Kongresshalle Leipzig

Das kulturelle Herz der Stadt

Generationen haben an diesem Ort Weihnachten gefeiert und zum Tanzstundenabschlussball oder Betriebsvergnügen getanzt. Unzählige Paar Schuhe dürften im Großen Saal durchtanzt worden sein. Die zahlreichen Tanzveranstaltungen waren legendär, denn der Große Saal verfügte über einen der größten schwingenden Tanzböden.

Leipzigs Brunnen

Quellen der Lebensfreude

Bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts erfolgte die Wasserversorgung ausschließlich über Zieh‐, Schöpf‐ oder Laufbrunnen, deren Gestalt von Zweckmäßigkeit bestimmt war. Mit einer Holzröhrenleitung von der Marienquelle und der Errichtung der Wasserkünste am Pleißemühlgraben begann die zentrale Wasserversorgung.

Leipzigs alte Arbeiterviertel

Wohnen im Zeitalter der Industrialisierung

Vielfach gestaffelte Hinterhöfe, wie in anderen Großstädten, sucht man in Leipzig vergeblich. Im Gegensatz zu Berlin mischten sich
in den Leipziger Mietshäusern Bewohner unterschiedlichen gesellschaftlichen Standes, wobei Erdgeschoss und oberste Etage der Arbeiterschaft und die beiden mittleren Etagen wohlhabenderen Mietern vorbehalten waren.

Pleissathen

Brückenstadt Leipzig

Leipzigs Brücken sind vielfach auch ein Symbol des wirtschaftlichen Aufschwungs im Zeitalter der Industrialisierung. Es war der Leipziger Rechtsanwalt und Unternehmer Karl Heine, dessen großartige Visionen aus Leipzig eine Industriestadt werden zu ließen. Heute gehören die Brücken über dem Leipziger Kulturdenkmal Karl‐Heine‐Kanal zur denkmalpflegerischen Sachgesamtheit „Kanal, Uferbefestigungen sowie Brücken“.

Zoo Leipzig

Zoo der Zukunft

Das Bedürfnis, ungezähmte Tiere auszustellen, reicht zurück bis in die Antike. Im Leipziger Zoo stellte man auch
Menschen fremder Völker, so Kalmücken, Kirgisen und Suaheli, zur Schau. 1897 waren nackte Samoanerinnen die Attraktion. Tierische Hauptakteure wurden zunehmend Bären, Elefanten, Flusspferde und Großkatzen.

Globuswerke

Moderne Lofts im Industriedenkmal

Seit über hundert Jahren trägt der werkseigene Atlas die Welt auf seinen Schultern. Doch die Welt hat sich geändert und mit ihr das Antlitz von Plagwitz. Aus dem einst rußgeschwärzten Industrieviertel entstand eines der attraktivsten Wohngebiete Leipzigs, vor allem für Junge und Kreative.

Nikolaistraße

Leipziger Pelzstraße

Als die Messestadt im 19. Jahrhundert zum Zentrum des Weltpelzhandels avancierte, fand man die nobelsten Geschäfte und die edelsten Felle auf dem Brühl und in der Ritter‐ sowie in der Nikolaistraße. Über 500 Pelzfirmen hatten nach 1900 hier auf der „Weltstraße der Pelze“ ihren Sitz.

Gohliser Schlösschen

Schöpfung bürgerlicher Spätbarockkultur

Es war der Leipziger Kaufmann und Ratsbaumeister Caspar Richter, der sich im Dörfchen Gohlis ein Landhaus in den Bauformen des sächsischen Hochadels errichten ließ. Diese Schöpfung eines von den Ideen der Aufklärung geprägten Leipziger Bürgertums ist auch im Innern anspruchsvoll ausgestattet. Bis heute zählt das Gohliser Schlösschen zu den Höhepunkten sächsischer Rokokobaukunst.

Konsumzentrale Leipzig

Klinkerexpressionismus in Plagwitz

Nach Selbstauflösung entstand 1884 der Konsumverein Leipzig‐Plagwitz, der durch Übernahme anderer Konsumvereine bis
zur Mitte der 1920er‐Jahre zu einer der größten deutschen Konsumgenossenschaften herangewachsen war. 1991 fusionierten die Konsumgenossenschaften der Stadt Leipzig, des Kreises Leipzig und des Kreises Delitzsch zur heutigen Konsum Leipzig eG., deren Verwaltungssitz die Konsumzentrale Leipzig wurde.

Der limitiert aufgelegte Fotokunstkalender „Fantastisches Leipzig“ erscheint nunmehr im dritten Jahr und hat sich inzwischen zu einem begehrten Sammelobjekt entwickelt. Die Rückseiten der Kalenderblätter bieten, kompetent recherchiert und unterhaltsam erzählt, Wissenswertes über den jeweils vorgestellten Ort.

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Edition Liebich
Frau Angela Liebich
media city leipzig – The Art of Media Production
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